RetroPie auf x86-Basis

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Larry
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RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry » Sonntag 26. November 2017, 14:48

Am 24.11.2017 habe ich es endlich - nach nur einem Jahr des Vorhabens - geschafft, Retro-Aktiv in K'lautern zu besuchen. War viel los, alles nette Leute (Hallo Kris!), es lohnt sich also unbedingt ein Besuch dort!

Viele erzählten mir, sie hätten einen RetroPie-Raspberry und wären recht glücklich damit. Kenn' ich, hab ich natürlich auch bereits probiert. Ja, ganz nett, hat mir aber zu wenig Dampf unter der Haube. Ich bin eher ein Freund der dicken Dinger :lol: So kam ich schon vor einer ganzen Weile auf die Idee, das ganze auf x86-Basis aufzubauen. Software dafür gibt es ja bereits einige: Lakka, Recalbox, kompletter Eigenbau (Arch Linux) und eben RetroPie - aber keines machte mich so wirklich wuschig, irgendetwas war mir immer zu stark kritikwürdig.
Also wühlte ich mich durch die Dokus der jeweiligen Distros und wurde bei https://retropie.org.uk/docs/Debian/ fündig, dass und wie man RetroPie "mal eben so" auf ein bereits fertiges OS aufsetzt. Gesagt getan, fertig, rennt wie blöde und hat (je nach verwendeter Hardware) genügend Dampf, um auch die anspruchsvoll(st)en Emulationen durchzuführen.

Weshalb ich das ganze schreibe: Auf dem Retro-Aktiv-Treffen erzählte ich davon und blickte dabei in große Kinderaugen, hörte aber gleich dazu die Aussagen, dass das KnowHow dafür nicht ausreiche. Janu, ich hab ja alles fertig und das KnowHow und würde, sofern hier genügend Interesse besteht, eine ausführliche Anleitung zusammenstellen.

Also, wie schaut's aus? Wer ist geil darauf?

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry Underwood » Montag 27. November 2017, 08:03

Hi Larry,

war echt toll, dass du am Freitag dabei warst. Es hat mich auch sehr gefreut, dich persönlich kennen zu lernen.

Ich hätte auf jedem Fall Interesse an einer ausführlichen Anleitung. Für die fertige Anleitung könnten wir in den einschlägigen Poralen und Retro Foren Werbung machen.
-= Svavelsjö MC =-

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry » Dienstag 28. November 2017, 08:53

Dito! Wurde echt Zeit, mal vorbei zu schauen. Wird nicht das letzte mal gewesen sein :)

Die Anleitung wird dann aus zwei Teilen besten. Erstere für den DIY, also den Interessierten, der auch etwas lernen will, zweitere als ready2run-Image, wobei es dort dann natürlich nicht mehr viel tun gibt.
Prinzipiell ist alles fertig, den bei Retro-Aktiv erwähnten Bug habe ich gefunden und gefixt (war nur der Grafiktreiber für Intel-GPUs), ein Installationsskript für die benötigten Tools und Treiber steht, alles etliche Male in einer VM getestet - fehlt nur noch die Anleitung an sich. Die wird aber noch ein bissel dauern, da ich derzeit viel zu tun habe und ja alles noch einmal durchspielen, texten und bebildern muss.

Benötigt werden wird entweder eine Virtualisierung (zum Üben im trockenen) oder aber ein quasi beliebiger PC und ein USB-Stick (zum ersten Booten).
Als PC habe ich für die Real Life Tests einen Zotac CI323 nano genommen (CI327 geht auch prima), der neu tuttikompletti ~250 Euronen kostet, winzig und lüfterlos ist. Erstaunlicherweise reicht das Dingens sogar für die allermeisten Emulationen vollkommen aus. Hauptsache, der PC ist mindestens ein Zweikerner, idealerweise 64-bittig, 2-4 GB RAM und einer HDD (Größe je nach der Anzahl der verwendeten ROMs; die Basisinstallation braucht ~5GB) und kann vom USB-Stick booten. Wie immer: Je mehr, je besser ;)

Wer noch etwas Geduld hat, wird das ganze auf der nächsten Retro-Aktiv bespielen können 8-)

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry Underwood » Mittwoch 29. November 2017, 20:21

Ich habe hier zuhause noch ein Core2Duo PC mit 4GB RAM und onBoard Intel Grafik. Darauf könnte ich mir Retropie x86 sehr gut vorstellen. Ich bin schon sehr gespannt.
-= Svavelsjö MC =-

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Gehstock » Dienstag 19. Dezember 2017, 21:32

Melde mal Interesse an

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry Underwood » Mittwoch 20. Dezember 2017, 08:42

Ich habe letzte Woche die Installation getestet und es klappte Prima. Zwar ist mein C2D Rechner inzwischen kaputt und musste auf ein altes Xeon Workstation von HP zurückweichen, aber auch da klappte die Installation. Übrigens wird Retropie aus den Quellen neu auf das jeweilige System kompiliert. Larry hat da eine tolle Arbeit geleistet. Ich habe zwar seine Schritt für Schritt Anleitung, aber er persönlich sollte diese freigeben. Hoffentlich schaut er bald wieder hier bei uns vorbei.
-= Svavelsjö MC =-

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry » Mittwoch 20. Dezember 2017, 08:47

Moin!

Ich wollte Euch beiden heute Morgen schon schreiben, aber beim absenden der PM hat er das PHP-Skript nicht ausgeführt, sondern heruntergeladen :(
Da die PM recht lang war und nun verschütt ist, an dieser Stelle halt so einen ganz fetten herzlichen Dank an Gehstock für seine supertolle Arbeit an den Arcade-Cores für das MiST!
Na dann schaue ich doch heute mal, wie ich das hier freigeben kann, mit Download etc. Ich bin mit beiden angedrohten Versionen bereits fertig :)

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry » Mittwoch 20. Dezember 2017, 09:05

Kris hat geschrieben:Übrigens wird Retropie aus den Quellen neu auf das jeweilige System kompiliert.

Ja, derzeit noch. Ich bin mir noch nicht sicher, inwieweit die ganzen Sourcen, die RetroPie da baut, zwischen den x86-PCs kompatibel sind. Wenn sie es generisch bauen, sollte es da keine Probleme mit geben. Packen sie beim kompilieren aber CPU und/oder andere spezifische Optimierungen rein, knallt es ;)
Ich meine mich erinnern zu können, dass auf den verschiedenen meiner Test-PCs ein oder zwei Cores eine re-Installation benötigten, weil sie beim "Umzug" (HDD von einem in den anderen PC) mit Segfault abschmierten.
Und da das kompilieren ja nicht soooo lange dauert, lasse ich es erst einmal so. Selbst auf ~5-7 Jahre alten Gurken dauerte der Spaß zwischen wenigen bis ~20 Minuten. Dauert es wirklich länger, dürfte der PC wohl eh zu langsam für die anspruchsvolleren Emulatoren sein. Aber das liegt halt auch daran, ob 1-Kern, 2 oder mehr Kernen, RAM, HDD oder SSD etc.pp. Wie immer halt :)

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry » Mittwoch 20. Dezember 2017, 11:28

Dann wollen wir mal!

Teil 1 - Do-It-Yourself (DIY)
Besorgt euch https://www.com-in.de/_retropie/Anleitung-diy.pdf und https://www.com-in.de/_retropie/ipxe.usb. Lest die Anleitung sorgfältig durch und befolgt sie artig, dann habt Ihr auf sehr magische Art und Weise selber ein Ubuntu-Linux (Xenial) installert, gleich dazu das RetroPie und seid nur noch wenig Zeit von einem prima Retro-Zock-System entfernt.

Teil 2 - Fix-und-Fertig
Besorgt euch einen USB-Stick mit mindestens 2GB, https://www.com-in.de/_retropie/Anleitung-usb.pdf und https://www.com-in.de/_retropie/retropie-usbinstall.img (2GB). Lest die Anleitung ebenfalls sorgfältig durch und befolgt auch sie artig. Dann habt Ihr zwar wenig gelernt, kommt aber noch fixer zu einem prima Retro-Zock-System.
Ein paar zusätzliche Infos zu Teil 2 habe ich auch auf der Heimat des RetroPie hinterlassen: https://retropie.org.uk/forum/topic/15095/retropie-x86-testing-on-different-cpu-types

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Re: RetroPie auf x86-Basis

Beitragvon Larry Underwood » Mittwoch 20. Dezember 2017, 12:46

eine kleine Ergänzung habe ich auch noch.

Um Ubuntu Netinstall auf den USB Stick zu bekommen gibt es auch noch eine leichtere Lösung unter Windows.

Zuerst das Image der Netinstall CD zu ziehen: http://cdimage.ubuntu.com/netboot/17.10/

Anschließend lädt man das kleine Programm RUFUS: https://rufus.akeo.ie/

Damit lässt sich das Image bootbar auf den USB Stick kopieren. Fortan lässt sich der Installer über den USB Stick laden und die Installation des Ubuntu Grundsystems durchführen. Wie die Installation geführt werden soll, kann man dann aus Larrys Anleitung nachlesen.
-= Svavelsjö MC =-