FPGA-Core-Baukasten

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Zickendoktor
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FPGA-Core-Baukasten

Beitragvon Zickendoktor » Dienstag 13. Oktober 2015, 21:02

Hallo zusammen!

Ich spinne einfach mal wieder Laienhaft rum, aber ohne Spinner hätte es nie neue Ideen / Erfindungen gegeben:

Mein Traum: Ein FPGA-Baukasten nach dem Lego(tm)-Prinzip.

Was meine ich damit? Also:

Soweit ich die Idee hinter einem FPGA verstanden hab, werden dort ja Chips abgebildet. Jetzt muss man ja nicht immer das Rad neu erfinden. Wäre es nicht sehr praktisch, wenn man mit der Zeit so viele Chips wie möglich nachbildet, für jeden Chip eine "Datei" macht und eine Software unter Win oder Mac OS oder Linux schreibt, mit der man sich diese Chips auf ein virtuelles Motherboard laden kann, die Pins, die man braucht verbindet und somit einen Core kreiert? Also so eine Art Simulationstool, dass dann am Ende einen fertigen Core mit der gewünschten Konfiguration ausspuckt?

Geht das? Macht das Sinn? Ich meine es gibt alleine schon mind. drei bekannte Maschinen auf 68000er Basis (Mac, Amiga, Atari). Und dann könnten sich die FPGA-Coder erstmal auf die Erstellung der einzelnen Chips konzentrieren.

Eure Meinungen bitte!

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Tom Phobos
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Re: FPGA-Core-Baukasten

Beitragvon Tom Phobos » Mittwoch 14. Oktober 2015, 09:34

Naja, ich bin jetzt nicht der VHDL- oder Verilog-Experte, aber soweit ich das sehe ist das ja eh schon ähnlich gelöst, halt per Code und nicht mit grafischem Frontend. Diverse Bausteine wie die CPUs etc. sind ja schon abgebildet und meist als OpenSource (bspw. bei http://opencores.org/) erhältlich. Da geht es dann "nur noch" darum, diese miteinander mittels VHDL oder Verilog zu verdrahten. Das "nur noch" steht ganz bewußt in Anführungszeichen, da das jetzt nicht so einfach ist wie es sich vielleicht anfangs anhört. Das wäre dann so, als wenn Dir jemand einen 68000er und die diversen Bauteile gibt und sagt "nun baue mal nen Amiga daraus". Da muß man dann schon wissen, was wie verdrahtet wird, damit da was fiept und ein Bild angezeigt wird ;)
Einen "Selbstbau-Computer" auf FPGA-Basis findet man übrigens hier. hier kann man sich von der CPU über das RAM bis hin zum BASIC den Rechner so zusammen stellen wie man will. Dieses Projekt würde übrigens auch auf den MiST portiert (siehe hier :) )
Aber stimmt, ein grafisches Frontend bzw. ein "Core-Baukasten" wäre schon edel und würde den Einstieg in die Core-Entwicklung auf jeden Fall erleichtern:)